Liebe Patient:innen,
unsere Praxis wird als Berufsausübungsgemeinschaft (Jobsharing) geführt. Unser Ziel war und ist es, Ihnen zeitnah und verlässlich zu helfen. Das wird uns ab dem 1. Januar 2027 durch neue gesetzliche Vorgaben der Bundesregierung erheblich erschwert.
Was ändert sich?
Durch das im Juli 2026 beschlossene GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz wurde die Finanzierung der Psychotherapie grundlegend reformiert. Für unsere Praxis gelten ab dem neuen Jahr strikte Obergrenzen bei der Anzahl der behandelten Patienten pro Quartal. Die Folgen für unsere Praxis:
- Weniger freie Behandlungsplätze: Wir sind gesetzlich gezwungen, die Anzahl unserer Kassenpatienten pro Quartal spürbar zu senken.
- Reduzierte Kapazitäten: Obwohl wir zu zweit in dieser Praxis arbeiten, dürfen wir medizinisch notwendige Leistungen ab einer bestimmten Grenze nicht mehr erbringen, da diese von den Krankenkassen nicht mehr vergütet werden.
- (Noch) Längere Wartezeiten: Es wird für uns leider schwieriger, Sie nach einer ersten Sprechstunde direkt in eine feste Richtlinientherapie zu übernehmen.
Was bedeutet das für Sie?
Bereits begonnene Therapieverfahren führen wir im Rahmen der gesetzlichen Ausnahmeregelungen fort. Sollten Sie jedoch auf der Suche nach einem neuen Therapieplatz sein, müssen wir Sie aufgrund der Budgetierung leider häufiger als bisher an die Terminservicestelle der Krankenkassen (TSS) unter der Telefonnummer 116 117 verweisen. Wir bedauern diese Entwicklung zutiefst. Als Therapeuten würden wir Sie gerne im gewohnten Umfang versorgen. Die neuen Rahmenbedingungen ab 2027 zwingen uns jedoch zu diesem Schritt, um die wirtschaftliche Existenz unserer Praxis zu sichern.
Vielen Dank für Ihr Verständnis.
– Ihr Praxisteam der Praxis Speyer – Schneider

Sollten Sie sich für das Thema interessieren, finden Sie weiterführende Informationen unter folgenden Links:
Kassenärztliche Bundesvereinigung: GKV-Spargesetz Auswirkungen auf die ambulante Versorgung
Stiftung Warentest: Was die Kürzungen in der Psychotherapie für Patienten bedeuten
Deutsches Ärzteblatt: Psychotherapie und Gesundheitsreform: „Wir brauchen die Hilfe der Politik“
